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Website erstellen für kleine Unternehmen

Eine eigene Website ist für viele kleine Unternehmen der erste Schritt, um online sichtbar zu werden und Vertrauen aufzubauen. Die gute Nachricht: Du brauchst dafür weder ein großes Budget noch Programmierkenntnisse. Hier erfährst du in Ruhe, welcher Weg zu dir passt, was auf deine Seite gehört und wie du in sechs Schritten online gehst.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Website lohnt sich: Sie ist rund um die Uhr sichtbar, schafft Vertrauen und gehört dir, anders als ein Social-Media-Profil.
  • Drei Wege: Baukasten (schnell, monatlich), WordPress (flexibel, mehr Aufwand) oder Agentur (bequem, teurer).
  • Pflichtseiten: Impressum und Datenschutzerklärung gehören auf jede geschäftliche Website.
  • In 6 Schritten: Ziel, Domain, Inhalte, Design, rechtssicher machen, veröffentlichen und bei Google eintragen.

Brauchst du überhaupt eine Website?

Viele Selbstständige starten heute mit einem Instagram- oder Facebook-Profil und fragen sich, ob eine eigene Website noch nötig ist. Die kurze Antwort: In den meisten Fällen ja. Eine Website erledigt ein paar Dinge, die Social Media nicht kann.

  • Rund um die Uhr sichtbar: Deine Seite arbeitet auch nachts und am Wochenende. Interessenten finden Angebot, Öffnungszeiten und Kontakt, wann immer sie suchen.
  • Vertrauen: Eine gepflegte Website wirkt professionell. Viele Menschen prüfen ein Unternehmen erst online, bevor sie anrufen oder eine Anfrage schicken.
  • Unabhängig von Plattformen: Deine Website gehört dir. Ein Social-Media-Konto kann gesperrt werden oder Reichweite verlieren, wenn sich die Regeln der Plattform ändern.
  • Bei Google auffindbar: Wer nach deiner Leistung in deiner Region sucht, kann dich über die Suche finden. Ein Social-Media-Profil taucht dort kaum auf.
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Website und Social Media schließen sich nicht aus. Die stärkste Kombination ist eine schlanke Website als feste Basis und Social Media als Kanal, der Menschen dorthin führt.

Baukasten, WordPress oder Agentur?

Es gibt drei übliche Wege zur eigenen Website. Welcher passt, hängt von deinem Budget, deiner Zeit und deinem Wunsch nach Flexibilität ab.

WegAufwandKostenFlexibilität
Baukasten
(z.B. Wix, Jimdo, Onepage)
gering, per Drag-and-dropetwa 10 bis 30 € / Monat inkl. Hostingmittel, an Vorlagen gebunden
WordPress
(selbst gehostet)
mittel, etwas EinarbeitungHosting ca. 5 bis 15 € / Monathoch, sehr viele Erweiterungen
Agenturgering für dich, du lieferst Inhaltemeist mittlerer 3- bis 4-stelliger Bereichhoch, individuell umsetzbar

Für den Anfang und für die meisten kleinen Unternehmen ist ein Baukasten die pragmatischste Wahl: schnell startklar, wenig Technik, alles aus einer Hand. Wer langfristig plant und gern selbst schraubt, ist mit WordPress flexibler. Eine Agentur lohnt sich, wenn du keine Zeit hast und ein individuelles Ergebnis möchtest.

Was auf deine Website gehört

Eine gute Website muss nicht groß sein. Für den Start reichen wenige, klare Seiten. Wichtiger als Umfang ist, dass Besucher schnell verstehen, was du anbietest und wie sie dich erreichen.

  • Startseite: In einem Satz, was du für wen tust, plus ein klarer nächster Schritt (Anfrage, Anruf).
  • Leistungen: Was du konkret anbietest, verständlich und ohne Fachchinesisch.
  • Über uns: Wer hinter dem Unternehmen steht. Ein Gesicht schafft Nähe.
  • Kontakt: Telefon, E-Mail und ein einfaches Formular. Je leichter die Kontaktaufnahme, desto mehr Anfragen.
  • Referenzen oder Bewertungen: Echte Stimmen zufriedener Kunden wirken stärker als jedes Werbeversprechen.
  • Pflichtseiten: Impressum und Datenschutzerklärung, für jede geschäftliche Seite verpflichtend.

In 6 Schritten zur Website

  1. Ziel festlegen: Was soll die Website erreichen? Anfragen sammeln, gefunden werden, informieren? Das Ziel bestimmt Aufbau und Inhalte.
  2. Domain sichern: Deine Internetadresse (z.B. dein-firmenname.de) und eine passende Geschäfts-E-Mail gehören zusammen. Wähle einen kurzen, merkbaren Namen.
  3. Inhalte und Texte vorbereiten: Schreibe die Texte für deine Seiten und sammle Fotos. Dieser Schritt kostet erfahrungsgemäß die meiste Zeit, also plane ihn zuerst ein.
  4. Design und Umsetzung: Wähle im Baukasten eine Vorlage, die zu deiner Branche passt, und fülle sie mit deinen Inhalten. Halte es aufgeräumt und mobil lesbar.
  5. Rechtssicher machen: Impressum und Datenschutzerklärung einbinden, Cookie-Hinweis einrichten. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
  6. Veröffentlichen und bei Google eintragen: Seite live schalten und ein Google-Unternehmensprofil anlegen, damit du in der lokalen Suche und auf der Karte erscheinst.
Fang klein an. Eine schlanke, ehrliche Website, die online ist, bringt dir mehr als die perfekte Seite, die nie fertig wird. Ergänzen kannst du jederzeit.

Rechtliches nicht vergessen

Sobald deine Website geschäftlich ist, gelten in Deutschland ein paar Pflichten. Sie sind mit etwas Sorgfalt gut zu erfüllen und schützen dich vor Abmahnungen.

  • Impressum: Eine Anbieterkennzeichnung ist Pflicht. Was genau hineingehört, liest du im Ratgeber Impressumspflicht.
  • Datenschutzerklärung: Sie informiert Besucher, welche Daten du wie verarbeitest. Eine praktische Anleitung findest du unter Datenschutzerklärung erstellen.
  • Cookies und Tracking: Nutzt du Analyse- oder Marketing-Werkzeuge, brauchst du in der Regel eine Einwilligung der Besucher, meist über ein Cookie-Banner.
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Kopiere Impressum oder Datenschutzerklärung nicht einfach von anderen Seiten. Die Angaben müssen zu deinem Unternehmen passen. Nutze lieber einen seriösen Generator und prüfe das Ergebnis im Zweifel fachlich.

Was eine Website kostet

Die Kosten hängen vom gewählten Weg ab. Als grobe Orientierung, je nach Anbieter und Umfang:

WegUngefähre laufende Kosten
Baukasten (inkl. Hosting)etwa 10 bis 30 € / Monat
WordPress (Hosting separat)etwa 5 bis 15 € / Monat
Domainetwa 10 bis 20 € / Jahr
Agentur (einmalig)meist mittlerer 3- bis 4-stelliger Bereich

Für die meisten kleinen Unternehmen ist eine solide Website also keine Frage von tausenden Euro. Die größte Investition ist deine Zeit für gute Inhalte, und die zahlt sich am Ende am meisten aus.

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Checkliste: Website erstellen in 6 Schritten

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Häufige Fragen

Brauche ich eine Website oder reicht Social Media?
Social Media ist ein guter Zusatz, ersetzt aber keine eigene Website. Auf Plattformen gelten fremde Regeln, dein Konto kann gesperrt werden und du erscheinst dort kaum in der Google-Suche. Eine eigene Website gehört dir, ist rund um die Uhr auffindbar und schafft Vertrauen. Die ideale Kombination: eine schlanke Website als feste Basis, Social Media als Kanal, der Menschen dorthin führt.
Was kostet eine Website?
Das hängt vom Weg ab. Ein Baukasten kostet je nach Anbieter etwa 10 bis 30 Euro im Monat inklusive Hosting. WordPress mit eigenem Hosting ist mit rund 5 bis 15 Euro monatlich oft günstiger, verlangt aber mehr Einarbeitung. Eine Agentur beginnt meist im mittleren dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Bereich. Dazu kommt eine Domain für etwa 10 bis 20 Euro im Jahr.
Kann ich das selbst machen?
Ja. Mit einem modernen Baukasten baust du eine ordentliche Website ohne Programmierkenntnisse per Drag-and-drop. Etwas technisches Interesse und Zeit für die Texte solltest du mitbringen. Bei den rechtlichen Pflichtseiten lohnt sich Sorgfalt, hier helfen Generatoren und im Zweifel fachliche Beratung.
Wie lange dauert es, bis meine Website online ist?
Mit einem Baukasten kann eine einfache Seite an einem Wochenende stehen, wenn Texte und Bilder bereitliegen. Realistisch für eine saubere Erstversion sind ein bis zwei Wochen, weil das Schreiben der Inhalte am meisten Zeit kostet. Eine Agentur benötigt je nach Umfang mehrere Wochen.

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