Warum es das gibt
Eine Kündigung ist erst wirksam, wenn sie beim anderen angekommen ist, und im Streitfall musst du das beweisen. Deshalb ist der wichtigste Teil einer Kündigung nicht der Text, sondern der Nachweis: wann sie raus war und wie.
Im Register hältst du beides fest. Der Vertrag wechselt auf gekündigt, das Datum steht dabei, und er verschwindet aus den Fristen. Was du nicht vergessen darfst: Die Kündigung selbst schreibt und verschickt unternio nicht. Es sagt dir, dass es Zeit ist, und merkt sich, dass du es getan hast.
Wofür du es brauchst
- Du willst einen Vertrag beenden. Nach der Kündigung den Status setzen, damit die Erinnerung aufhört.
- Du hast rechtzeitig gekündigt und willst es belegen. Datum und Status im Register sind dein interner Nachweis.
- Der Vertrag läuft trotz Kündigung noch. Status gekündigt, Ende bleibt stehen: die Kosten laufen in der Liquiditätsplanung bis zum Ende weiter.
- Ein Wartungsvertrag mit einem Kunden endet. Auch Einnahmen-Verträge gehören auf gekündigt gesetzt, sonst plant die Liquidität Geld ein, das nicht kommt.
Wie genau: Schritt für Schritt
Termin prüfen
Vertrag öffnen. Unter der Laufzeit steht der letzte mögliche Kündigungstermin, berechnet aus Ende-Datum und Frist.
Kündigung schreiben
Nenne Vertragsnummer, Vertragsgegenstand und den Termin, zu dem du kündigst. Ein Satz genügt: hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Prüfe die im Vertrag vereinbarte Form, manche verlangen Schriftform mit Unterschrift.
Nachweisbar absenden
Bei wichtigen Verträgen per Einschreiben oder über das Kundenportal des Anbieters mit Bestätigung. Bei E-Mail die Sendebestätigung aufbewahren.
In unternio festhalten
Status auf gekündigt setzen, Datum und Versandweg ins Notizfeld, zum Beispiel Einschreiben 12.03., Sendungsnummer RR123. Damit ist der Nachweis dort, wo du ihn später suchst.
Bestätigung abwarten
Kommt binnen zwei Wochen keine Bestätigung, hake nach. Lege dir dafür eine Aufgabe mit Fälligkeit an, sonst geht es unter.
Ein Beispiel
Ausgangslage: Das Software-Abo soll weg. Letzter Kündigungstag ist der 30.03., Vertragsende 30.06.
Was er macht: Am 12.03. schreibt er die Kündigung und schickt sie per Einschreiben. Danach öffnet er den Vertrag in unternio, setzt den Status auf gekündigt und notiert im Feld für Notizen: „Kündigung 12.03. per Einschreiben, Sendungsnummer RR1234.“
Was sich ändert: Der Vertrag verschwindet aus den Fristen und aus dem Kalender, taucht also nicht mehr als offener Punkt auf. In der Liquiditätsplanung bleiben die 149 Euro bis Juni stehen, weil sie tatsächlich noch abgehen.
Im Juli: Er setzt ihn auf beendet. Der Eintrag bleibt im Register, damit später nachvollziehbar ist, was es gab.
Wenn der Anbieter die Kündigung nicht annimmt
Das passiert regelmäßig bei automatisch verlängerten Verträgen. Dann zählt, was du beweisen kannst: Absendedatum, Zugang und Inhalt. Genau deshalb gehört der Versandweg in die Notiz und nicht nur in dein Gedächtnis.
Nach der Kündigung
- Prüfe, ob Lastschriften weiterlaufen und widersprich gegebenenfalls.
- Trage den Nachfolgevertrag gleich mit Frist ein, damit die nächste Verlängerung nicht wieder überrascht.
- Passe die Liquiditätsplanung an, die Kosten fallen ab dem Ende weg.
Wenn es klemmt
- Verschickt unternio die Kündigung?
- Nein. Es gibt keinen automatischen Versand an Dritte. unternio erinnert und dokumentiert, geschrieben und geschickt wird von dir.
- Der Vertrag steht weiter in den Fristen.
- Dann ist der Status noch auf aktiv. Erst gekündigt oder beendet nimmt ihn heraus.
- Kann ich eine Kündigung zurücknehmen?
- Im Register ja, setz den Status zurück auf aktiv. Ob das rechtlich geht, ist eine andere Frage und hängt vom Vertragspartner ab.
- Soll ich beendete Verträge löschen?
- Besser nicht. Sie kosten nichts und beantworten später die Frage, was der Betrieb wann hatte.
