● Angebote & Rechnungen

Leistungen & Preise: den eigenen Katalog anlegen

Bereich: Angebote & Rechnungen Verfügbar: Alle Pläne Stand: August 2026

Wenn du dieselben Leistungen immer wieder abrechnest, gehören sie in „Leistungen & Preise“. Beim Schreiben eines Angebots holst du sie mit einem Klick, inklusive Preis, Einheit und Belegtext. Das ist bewusst keine Warenwirtschaft mit Lagerbeständen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kurz: Eigener Menüpunkt Leistungen & Preise in der Seitenleiste, Gruppe Vertrieb.
  • Kurz: Zwei Typen: Artikel (Ware) und Dienstleistung.
  • Kurz: Einkaufspreis und Mindestaufschlag hinterlegen, dann warnt unternio bei zu niedrigen Preisen.
  • Kurz: Die Einheit Pauschale ist für Festpreise gedacht.

Warum es das gibt

Wer jede Angebotsposition neu tippt, macht drei Dinge gleichzeitig falsch: Er verliert Zeit, er formuliert dieselbe Leistung jedes Mal anders, und er hat keine Ahnung, ob der Preis noch trägt. Der Katalog löst alle drei Probleme an einer Stelle.

Der entscheidende Teil ist nicht die Zeitersparnis, sondern der Einkaufspreis. Trägst du zu einer Position ein, was sie dich kostet, und wie viel Aufschlag du mindestens brauchst, dann kennt unternio deinen Mindest-Verkaufspreis. Geht jemand im Angebot darunter, kommt eine Rückfrage. Das ist der Unterschied zwischen einem Rabatt, den du gewährst, und einem, den du nicht bemerkst.

Seit August 2026 ist der Katalog ein eigener Bereich unter Vertrieb und heißt „Leistungen & Preise“. Vorher hing er als vierter Reiter unter Angeboten und wurde dort kaum gefunden.

Wofür du es brauchst

  • Du bietest immer wieder dieselben Leistungen an. Einmal anlegen, danach im Editor über „Vorlage einfügen“ übernehmen.
  • Du willst wissen, ob deine Preise tragen. Mit Einkaufspreis und Mindestaufschlag zeigt der Katalog dir je Position deine Marge und markiert alles, was unter der Grenze liegt.
  • Du willst wissen, was sich überhaupt verkauft. Jede Position zeigt, wie oft sie berechnet wurde, welchen Umsatz sie gebracht hat und wann zuletzt.
  • Dein Team schreibt Angebote. Feste Bezeichnungen und Preise verhindern, dass jeder etwas anderes und jeder etwas anderes teuer anbietet.

Wie genau: Schritt für Schritt

  1. Artikel anlegen

    In der Seitenleiste auf Leistungen & Preise, dort neu anlegen. Wähle den Typ Artikel oder Dienstleistung, das steuert unter anderem den Hinweis zum Steuersatz.

    Aus dem Werkzeuge-Bereich führt zusätzlich der Knopf Leistungen & Preise pflegen direkt dorthin.

  2. Stammdaten füllen

    Artikelnummer, Bezeichnung, Einheit und Verkaufspreis. Die Beschreibung wird zum Belegtext auf Angebot und Rechnung, die Notiz bleibt intern.

  3. Kalkulation hinterlegen

    Trage den Einkaufspreis und den Mindestaufschlag in Prozent ein. Möchtest du keinen Aufschlag erzwingen, trage 0 ein.

  4. Im Beleg verwenden

    Im Positions-Editor eines Angebots oder einer Rechnung den Artikel auswählen. Alle Werte werden übernommen und bleiben im Beleg änderbar.

Ein Beispiel

Ausgangslage: Ein Elektrobetrieb legt seinen Katalog an. Er beginnt mit den fünf Dingen, die er wöchentlich verkauft.

Was er einträgt: „Montagestunde“ als Dienstleistung, Einheit Stunde, Verkaufspreis 78 Euro, Einkaufspreis 42 Euro als interne Kosten, Mindestaufschlag 30 Prozent. unternio rechnet daraus 54,60 Euro Mindest-Verkaufspreis. Dazu „Kabelkanal 2 m“ als Artikel mit 9,50 Euro Verkauf und 8,90 Euro Einkauf, Mindestaufschlag 20 Prozent, also 10,68 Euro Mindestpreis.

Was ihm sofort auffällt: Der Kabelkanal steht mit einem Warndreieck in der Liste. Er verkauft ihn für 9,50 Euro, obwohl er nach eigener Vorgabe mindestens 10,68 Euro nehmen müsste. Bei 30 Stück im Monat sind das gut 35 Euro, die er jeden Monat verschenkt.

Nach drei Monaten: Die Verwendungs-Statistik zeigt: Die Montagestunde wurde 47-mal berechnet und hat 12.400 Euro Umsatz gebracht, eine andere Position dagegen nie. Er sortiert nach Umsatz und weiß, welche fünf Positionen sein Geschäft tragen.

Margen-Schutz

Unterschreitet der Verkaufspreis im Beleg deinen hinterlegten Mindestaufschlag, weist unternio dich darauf hin. Es blockiert nicht, denn manchmal ist ein Rabatt richtig, aber du entscheidest es bewusst statt aus Versehen.

Steuersatz bei Dienstleistungen

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Bei Dienstleistungen erinnert unternio daran, den Steuersatz zu prüfen. Manche Leistungen fallen unter den ermäßigten Satz, andere sind steuerfrei. Im Zweifel klärt das dein Steuerbüro.

Wenn es klemmt

Ich finde den Bereich nicht mehr unter Angeboten.
Er ist seit August 2026 ein eigener Eintrag in der Seitenleiste unter Vertrieb und heißt „Leistungen & Preise“.
Eine Position hat ein Warndreieck.
Dann liegt ihr Verkaufspreis unter deinem eigenen Mindestpreis aus Einkaufspreis plus Aufschlag. Entweder der Preis muss hoch oder die Vorgabe war zu streng.
Bei einer Position steht „noch nie berechnet“.
Sie taucht in keiner festgeschriebenen Rechnung auf. Entwürfe und stornierte Rechnungen zählen bewusst nicht mit, sie sind kein Umsatz.
Ich will keinen Margen-Schutz.
Lass den Einkaufspreis leer oder setz den Mindestaufschlag auf 0 Prozent. Dann rechnet unternio nichts nach.
Wie kommt eine bestehende Angebotszeile in den Katalog?
Im Positions-Editor auf den Stern neben der Zeile. Gibt es die Bezeichnung schon, wird die vorhandene Vorlage aktualisiert statt einer zweiten angelegt.
Mein CSV-Import wird abgelehnt.
Der Import erwartet mindestens die Spalten Bezeichnung und Verkaufspreis. Lade im Import-Fenster die Vorlage herunter und übernimm deren Kopfzeile, dann klappt es auch mit Excel-Exporten.
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Hintergrundwissen: Stundensatz berechnen

Häufige Fragen

Verwaltet unternio Lagerbestände?
Nein. „Leistungen & Preise“ ist eine Preisliste, keine Warenwirtschaft. Bestandsführung, Seriennummern und Inventur gehören in ein Warenwirtschaftssystem.
Kann ich Preise je Kundengruppe hinterlegen?
Derzeit nicht. Du kannst den Preis im Beleg jederzeit anpassen.
Lassen sich Artikel importieren?
Ja. Über den Knopf Import oben im Bereich lädst du deine Preisliste hoch - als Excel-Datei (.xlsx) direkt oder als CSV. Du musst sie nicht umbauen: der Assistent zeigt deine Spalten an und du ordnest sie zu. Pflicht sind nur Bezeichnung und Verkaufspreis. Schon vorhandene Einträge mit gleicher Artikelnummer oder Bezeichnung werden übersprungen, nichts wird doppelt angelegt. Einkaufspreis und Mindestaufschlag kannst du gleich mitgeben, dann greift der Margen-Schutz sofort.
Kann ich ein Bild zum Artikel hinterlegen?
Ja, im Artikel-Editor unter „Bild“ (PNG, JPG oder WebP, bis 2 MB). Das Bild erscheint nur hier im Katalog als Wiedererkennung, nie auf Angeboten oder Rechnungen.

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