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Die Stempeluhr: Arbeitszeit erfassen, die vor Gericht besteht

Bereich: Personal Verfügbar: Team-Plan Stand: August 2026

Jeder im Team stempelt seine Arbeitszeit selbst: Einstempeln beim Start, Pause auf Knopfdruck, Ausstempeln zum Feierabend. Die Leitung sieht live, wer gerade arbeitet – und keine erfasste Minute verschwindet je unbemerkt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kurz: Reiter Stempeluhr → Einstempeln, Pause, Ausstempeln.
  • Kurz: Netto-Zeit = Arbeitszeit minus Pausen, live mitgerechnet.
  • Kurz: Abgeschlossene Zeiten ändert nur die Leitung – mit Grund und Protokoll.
  • Kurz: Jede Korrektur meldet sich automatisch beim Mitarbeiter.

Warum es das gibt

Seit der Arbeitszeit-Rechtsprechung sind Betriebe verpflichtet, die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten systematisch zu erfassen. Ein Zettel an der Wand erfüllt das auf dem Papier, hilft aber niemandem: Er ist nachträglich beschreibbar, niemand merkt Änderungen, und am Monatsende tippt jemand alles ab.

Die Stempeluhr dreht das um. Gestempelt wird in dem Moment, in dem etwas passiert – sekundengenau. Und weil sekundengenaue Erfassung nur so viel wert ist wie ihre Dokumentation, wird auch jede spätere Änderung sekundengenau festgehalten: wer, wann, was, von welchem Wert auf welchen, mit welchem Grund. Löschen gibt es bewusst nicht. So ist die Aufzeichnung belastbar – gegenüber dem Zoll, dem Arbeitsgericht und vor allem gegenüber dem eigenen Team.

Wofür du es brauchst

  • Der Monteur beginnt um 6:58 auf der Baustelle. Er stempelt am Handy ein. Kein Zettel, kein Nachtragen am Abend.
  • Mittagspause. Ein Tipp auf Pause – die große Uhr wird zum Pausen-Timer. Weiterarbeiten setzt die Arbeitszeit fort.
  • Jemand vergisst das Ausstempeln. Die Person beantragt die Korrektur mit Begründung; die Leitung übernimmt oder lehnt ab – beides landet nachvollziehbar beim Mitarbeiter.
  • Die Leitung will wissen, wer gerade da ist. „Team live“ zeigt, wer arbeitet oder pausiert, seit wann, und alle Zeiten der letzten 14 Tage.

Wie genau: Schritt für Schritt

  1. Einstempeln

    Im Reiter Stempeluhr auf Einstempeln – die Uhr läuft. Verlässt du den Reiter, schwebt eine Mini-Uhr unten rechts mit; dort kannst du auch Pause machen und ausstempeln.

  2. Pause und Feierabend

    Pause hält die Arbeitszeit an und zählt die Pause; Weiterarbeiten setzt fort. Ausstempeln schließt die Sitzung – eine offene Pause wird dabei automatisch beendet.

  3. Vergessene Zeit nachtragen

    Über + Zeit nachtragen trägst du einen vergessenen Tag von Hand ein. Der Eintrag bleibt dauerhaft als „nachgetragen“ gekennzeichnet.

  4. Korrektur beantragen und entscheiden

    Stimmt eine abgeschlossene Zeit nicht, beantragst du die Korrektur direkt an der Zeile (Soll-Zeiten plus Begründung). Die Leitung bekommt das als Aufgabe und klickt Übernehmen oder Ablehnen – in beiden Fällen wirst du benachrichtigt, bei Korrekturen mit Vorher/Nachher.

Ein Beispiel

Ausgangslage: Ein Elektrobetrieb mit acht Leuten erfasst Zeiten bisher per WhatsApp-Nachricht an die Chefin.

So läuft es mit der Stempeluhr: Murat stempelt um 06:58:12 ein, macht um 12:30 Pause (die Uhr zählt die Pause mit) und stempelt um 16:45 aus – 8 Stunden 47 netto, Pausen automatisch abgezogen. Die Chefin sieht das live, ohne eine einzige Nachricht.

Ein Fehler passiert: Am Donnerstag vergisst Murat das Ausstempeln, die Uhr läuft bis 22 Uhr. Er klickt an seiner Zeile auf „Korrektur beantragen“, trägt 17:00 als tatsächliches Ende ein und begründet es. Die Chefin bekommt das als Aufgabe in „Aufgaben & Fristen“, prüft kurz den Dienstplan und klickt „Übernehmen“.

Was dann automatisch passiert: Die Zeit wird korrigiert, das Protokoll hält Vorher und Nachher fest, und Murat bekommt eine Benachrichtigung mit genau diesen Werten. Hätte die Chefin abgelehnt, hätte er ihre Begründung bekommen. Nichts davon passiert im Verborgenen.

Warum nichts gelöscht werden kann

Arbeitszeitnachweise müssen zwei Jahre aufbewahrt werden, beim Mindestlohn und in vielen Branchen länger. Deshalb kennt die Stempeluhr kein Löschen: Fehleinträge werden korrigiert, und die Korrektur trägt Grund, Uhrzeit auf die Sekunde und beide Wertestände. Ein Klick auf jede Zeile zeigt das komplette Protokoll – auch dem Mitarbeiter selbst. So passieren Änderungen nur in Absprache.

Stempeluhr und Projekt-Stoppuhr

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Die Stempeluhr misst die Anwesenheit (Arbeitszeitgesetz), der Zeitmesser in den Projekten misst abrechenbare Tätigkeiten je Kunde. Beide laufen unabhängig – wer auf einer Baustelle arbeitet, kann gleichzeitig gestempelt haben und Projektzeit messen.

Wenn es klemmt

Ich sehe den Reiter Stempeluhr nicht.
Die Stempeluhr gehört zum Personal-Bereich (Team-Plan). Buchhalter stempeln nicht – sie haben reinen Lesezugriff auf Auswertungen.
Ich habe aus Versehen eingestempelt.
Solange die Sitzung läuft, kannst du sie über „Verwerfen“ zurücknehmen – auch das wird im Verlauf dokumentiert. Eine abgeschlossene Zeit verwirfst du nicht mehr, sondern beantragst die Korrektur.
Ich will einen falschen Eintrag löschen.
Löschen gibt es bewusst nicht – erfasste Zeit ist Dokumentation. Die Leitung korrigiert den Eintrag auf die tatsächlichen Werte; das Protokoll zeigt beides.
Mein Korrektur-Antrag ist angeblich raus, aber nichts passiert.
Der Antrag liegt als Aufgabe beim Teamleiter deiner Abteilung, sonst beim Inhaber. Frag kurz nach – die Aufgabe heißt „Stempel-Korrektur prüfen“ mit deinem Namen.
Die Mini-Uhr unten rechts stört.
Sie erscheint nur, solange eine Sitzung läuft, und verschwindet mit dem Ausstempeln. Ein Klick auf die Zeit öffnet den Reiter.
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Häufige Fragen

Sieht die Leitung meine Zeiten live?
Ja, Inhaber und Teamleiter sehen unter „Team live“, wer gerade arbeitet oder pausiert, und die Einträge der letzten 14 Tage. Kollegen sehen deine Zeiten nicht.
Kann die Leitung meine Zeiten einfach ändern?
Ändern ja – aber nie unbemerkt: Jede Korrektur braucht einen Grund, wird sekundengenau protokolliert und dir sofort per Benachrichtigung gemeldet, mit Vorher und Nachher. Das Protokoll siehst du jederzeit per Klick auf die Zeile.
Zählt die Stempeluhr für den Arbeitszeit-Prüfbericht?
Ja, sie ist dort die wichtigste Quelle: Hat eine Person an einem Tag gestempelt, zählt die Stempelzeit (Projektbuchungen desselben Tages werden nicht doppelt gezählt). Zusätzlich prüft der Bericht aus den Stempeldaten die Pausenpflicht nach § 4 und die Ruhezeit nach § 5 ArbZG.
Was passiert, wenn ich über 10 Stunden gestempelt bin?
Die Uhr wird rot und sagt es dir deutlich – einmal je Sitzung auch als Meldung. Die Sitzung läuft trotzdem weiter (die echte Zeit zählt), und der Prüfbericht vermerkt den Tag. Schon vorher erinnert die Uhr bernsteinfarben, wenn die Pflichtpause nach § 4 noch fehlt.

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