Warum es das gibt
Zeiten werden in kleinen Betrieben fast immer zu spät erfasst: abends aus dem Kopf, freitags für die ganze Woche, oder gar nicht. Das Ergebnis sind runde Zahlen, die eher Schätzungen sind, und meistens zu niedrig. Wer eine Stunde vergisst, verschenkt bei 85 Euro Stundensatz genau 85 Euro.
Deshalb gibt es die Stoppuhr. Sie läuft weiter, während du in unternio arbeitest, überlebt einen Seitenwechsel und einen Neustart des Browsers, und zeigt die Laufzeit sogar im Tab-Titel. Kein Stempelzwang, keine Anwesenheitskontrolle: Es geht um die Frage, wie lange etwas gedauert hat, nicht darum, wann jemand gekommen ist.
Läuft die Uhr länger als zehn Stunden, stoppt sie sich selbst und markiert den Eintrag zum Prüfen. So wird aus einem vergessenen Stopp kein Verwaltungsproblem.
Wofür du es brauchst
- Arbeit nach Aufwand. Jede Sitzung landet als Eintrag, aus dem später die Rechnung wird.
- Festpreis-Projekte. Auch ohne Abrechnung nach Stunden willst du wissen, ob deine Kalkulation stimmt.
- Nachträgliches Eintragen. Was gestern war, trägst du von Hand nach, mit Datum, Dauer und Tätigkeit.
- Auswertung. Die Zeitliste lässt sich als CSV exportieren, mit Erfasser.
Wie genau: Schritt für Schritt
Zeitmesser öffnen
Im Modul Projekte auf Zeit erfassen. Alle Rollen mit Schreibrecht dürfen das, auch wenn der Werkzeuge-Bereich dem Inhaber vorbehalten ist.
Messung starten
Projekt und, falls gewünscht, Kunde wählen, Tätigkeit beschreiben, starten. Die Laufzeit erscheint im schwebenden Widget und sogar im Tab-Titel des Browsers.
Stoppen
Ein Klick auf Stopp speichert den Eintrag. Vergisst du es, stoppt unternio nach zehn Stunden selbst und markiert den Eintrag mit Prüfen.
Zeit nachtragen
In der Zeitliste kannst du Einträge von Hand anlegen und bestehende korrigieren, solange sie nicht abgerechnet sind.
Exportieren
Die Zeitliste lässt sich als CSV exportieren, inklusive erfassender Person.
Ein Beispiel
Ausgangslage: Ein Monteur beginnt morgens auf der Baustelle Meyer.
Was er macht: Im Projekte-Bereich auf „Zeit erfassen“, Projekt „Hallenbeleuchtung Meyer“ wählen, Tätigkeit „Montage Leuchten Halle 1“, Start. Unten rechts schwebt ab jetzt ein kleines Fenster mit der laufenden Uhr, egal in welchem Bereich er ist.
Mittags: Stopp. Der Eintrag steht mit 3:45 Stunden in der Zeitliste, mit Datum, Projekt, Tätigkeit und seinem Namen. Nachmittags startet er neu.
Was schiefgehen kann und aufgefangen wird: Er vergisst abends den Stopp. Nach zehn Stunden stoppt unternio selbst und markiert den Eintrag mit „Prüfen“. Am nächsten Morgen korrigiert er die Dauer auf die tatsächlichen 4:15 Stunden.
Am Monatsende: Alle nicht abgerechneten Zeiten des Projekts lassen sich mit einem Klick zu einem Rechnungsentwurf bündeln.
Kein Stempelzwang
Abgerechnete Zeiten
Sobald Zeiten über Zeiten abrechnen in eine Rechnung gewandert sind, tragen sie ein Kennzeichen und sind gegen Löschen geschützt. Wird die Rechnung storniert oder der Entwurf gelöscht, werden sie wieder frei.
Wenn es klemmt
- Ich finde den Zeitmesser nicht.
- Er hängt technisch unter Werkzeuge, die nur Inhaber und Teamleiter sehen. Für alle anderen steht der Knopf „Zeit erfassen“ oben im Projekte-Bereich.
- Die Uhr ist beim Schließen des Browsers verloren gegangen.
- Ist sie nicht. Der laufende Zustand liegt lokal im Browser und wird beim nächsten Anmelden wiederhergestellt, allerdings nur im selben Browser auf demselben Gerät.
- Ein Eintrag lässt sich nicht mehr ändern.
- Dann ist er bereits abgerechnet und hängt an einer Rechnung. Er wird wieder frei, wenn du den Rechnungsentwurf löschst oder die Rechnung voll stornierst.
- Warum steht bei einem Eintrag „Prüfen“?
- Weil die Uhr über zehn Stunden lief und sich selbst gestoppt hat. Prüf die Dauer und nimm die Markierung weg.
