Warum es das gibt
Wer einen Arbeitsvertrag googelt, findet Muster von 2009, Vorlagen aus Österreich und Formulierungen, die vor Gericht keine zwei Minuten halten. Ein unwirksamer Passus ist dabei schlimmer als gar keiner: Eine zu weit gefasste Vertragsstrafe fällt komplett weg, statt auf ein zulässiges Maß zusammenzuschrumpfen.
Deshalb liegen in unternio neun Muster, die 2026 auf Grundlage der aktuellen Rechtslage geschrieben wurden, mit Hinweisen auf die einschlägigen Paragrafen. Sie füllen sich aus deinen Stammdaten und lassen sich drucken oder als Word-Datei weiterbearbeiten.
Zwei Dinge dazu, klar gesagt: Es sind Muster, keine Rechtsberatung. Und sie enthalten Jahreswerte wie den Mindestlohn oder die Minijob-Grenze, die sich ändern. Bei etwas, das über den Standardfall hinausgeht, gehört ein Anwalt drüber.
Wofür du es brauchst
- Du stellst jemanden ein. Arbeitsvertrag unbefristet oder befristet, Minijob, Praktikum.
- Du arbeitest mit Freien zusammen. Freier-Mitarbeiter-Vertrag mit Hinweis auf die Statusfeststellung, oder Werkvertrag.
- Du gibst Daten oder Wissen weiter. Geheimhaltungsvereinbarung und Auftragsverarbeitungsvertrag.
- Ein Arbeitsverhältnis endet einvernehmlich. Aufhebungsvertrag, samt Hinweis auf die Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.
Wie genau: Schritt für Schritt
Vorlagen öffnen
Im Modul Verträge oben auf Vorlagen umschalten. Der Bereich ist dem Inhaber vorbehalten.
Muster wählen
Wähle das passende Muster. Zu jedem gibt es eine kurze Erklärung, wofür es gedacht ist.
Felder ausfüllen
Deine Firmendaten kommen aus den Stammdaten. Ergänze die Angaben zur Person und zum Vertragsinhalt, etwa Beginn, Vergütung, Arbeitszeit oder Kündigungsfrist.
Prüfen und ausgeben
Bestätige den Hinweis zum Muster-Charakter, dann kannst du drucken (das erzeugt auch das PDF) oder eine Word-Datei herunterladen, um sie weiter anzupassen.
Ein Beispiel
Ausgangslage: Ein Betrieb stellt einen Elektroniker unbefristet ein, Start 01.09., 40 Stunden, sechs Monate Probezeit.
Was er macht: Im Vertragsregister den Reiter Vorlagen öffnen, Arbeitsvertrag wählen. Das Formular fragt die Eckdaten ab: Name, Anschrift, Position, Aufgaben, Arbeitsort, Stunden, Gehalt, Urlaubstage. Seine Firmendaten stehen schon drin.
Was dabei herauskommt: Ein Vertrag mit 21 Paragrafen, von Beginn und Tätigkeit über Arbeitszeit, Überstunden und Urlaub bis zu Verschwiegenheit, Datenschutz und Kündigung, mit Verweisen auf die einschlägigen Vorschriften. Wo es Wahlmöglichkeiten gibt, etwa bei der Vertragsstrafe, entscheidet er im Formular.
Danach: Drucken für die Unterschrift oder als Word-Datei laden, wenn er noch etwas ergänzen will. Der Vertrag wird anschließend als eigener Eintrag im Vertragsregister angelegt, damit die Probezeit als Frist auftaucht.
Was in den Mustern steckt
Die Arbeitsvertrags-Muster enthalten die Pflichtangaben nach dem Nachweisgesetz, Regelungen zu Überstunden und Hinweise auf die Klagefrist. Die Auftragsverarbeitungsvereinbarung enthält die Punkte aus Art. 28 DSGVO inklusive einer Klausel für Drittländer. Der Werkvertrag regelt Nutzungsrechte, das NDA eine optionale Vertragsstrafe.
Wenn es klemmt
- Ich sehe den Reiter Vorlagen nicht.
- Er ist dem Inhaber vorbehalten, weil dort Gehälter und Vertragsbedingungen sichtbar werden.
- Meine Firmendaten fehlen im Vertrag.
- Sie kommen aus den Stammdaten. Was dort leer ist, bleibt im Vertrag leer.
- Der Vertrag speichert sich nicht im Register.
- Die Vorlage erzeugt ein Dokument, keinen Registereintrag. Wenn du Fristen daraus überwachen willst, leg den Vertrag zusätzlich als Eintrag an.
- Stimmen die Zahlen noch?
- Die Muster enthalten Jahreswerte wie Mindestlohn und Minijob-Grenze. Prüf sie einmal im Jahr; unternio aktualisiert sie nicht automatisch in schon erzeugten Dokumenten.
- Reicht das ohne Anwalt?
- Für Standardfälle ist es eine solide Grundlage. Bei Besonderheiten, etwa Wettbewerbsverboten oder Beteiligungen, gehört ein Anwalt drüber.
